Und jetzt zur Kür…

Hallo Ihr alle da draußen…
das ist eine Gelegenheit, meiner Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen.
Ich stoße auf so viel Verständnis und fühle mich unterstützt; sowohl von meinen Schülern und Schülerinnen als auch von Mutter Staat. Was habe ich für ein Glück hier in meinem wunderschönen Atelier, in meiner Wohnung auf dem Land, mit meinem Liebsten und all meinen FreundInnen, hier in Deutschland…

Mein obiges Triptychon von meinem “Sicheren Ort” ist nicht das Ausgefeilteste, aber es ist ein Leichtes, Anspruchsloses, Gefühltes und Verspieltes. Freiräume sind dafür da genossen zu werden, wenn es möglich ist, oder?…
Ich habe irgendwie immer irgendein Problem zu lösen, etwas zu organisieren, etwas zu klären und zu erledigen. Aber ich bin wild entschlossen, mein empfangenes Geschenk der Zeit und der finanziellen Unterstützung auch zu genießen und das “Weniger” auszuprobieren und zu üben.

Mit lieben Grüssen
Eure/ Ihre Claudia Schmidt

Mein Triptychon

Hier der erste Druck der drei Platten meines Triptychons! Die Bergkette verbindet alle drei Ausschnitte miteinander, ohne dabei gänzlich zu einem Panoramabild zu werden. Alle drei Drucke sind zunächst mit Orange (Farbe des 2. Chakras) und danach mit Blau (Farbe des 5. Chakras) gedruckt.
Auch an diesem “sicheren Ort” findet Werden und Vergehen statt, geschieht Fressen und Gefressen-werden, vertrocknen Pflanzen und blühen auf, Üppigkeit steht neben Sprödigkeit und Lichtigkeit befindet sich neben kühlen Schatten. Und dennoch wirkt es auf mich vollständig, harmonisch und voller stiller Klarheit. Ich freue mich über diese Bilder von Frieden.

Der Linie folgen…

Ein Wochenende für mich…

Hinter mir liegt ein Wochenende an dem ich für mich im Atelier war. Schon immer hat mich der Weinstock vor meinem Fenster in seiner Sprödigkeit und unglaublichen Schaffenskraft inspiriert. Linien, die mit Leben gefüllt sind. Linien die Flüssigkeit transportieren. Linien, die das “Unter.der Erde” mit dem “im Himmel” verbinden.

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Neues vom Fluß

Das sind erste Arbeiten von meiner Flusserfahrung, die im Atelier und nicht mehr draußen entstanden sind. Ich fühle mich wie mit einer reichen Ernte aus den Früchten des Sommers.
2 Skizzenbücher sind jeweils zur Hälfte gefüllt mit Zeichnungen draußen am Fluß oder auf den Wiesen. Und das ist erst der Anfang. Ich freue mich, nun mit den entstandenen Skizzen in den Winter zu gehen und bin gespannt, was daraus entsteht. Den Sommer über fühlte ich mich wie ein Landarbeiter, der sich um all seine Pflanzen und Früchte kümmert, bis sie reif für die Ernte sind. Das schöne Wetter hat mich immer nach draußen gelockt und ich saß, umgeben von Wiesen, Wäldern und meistens direkt in der Leineaue oder am Leineufer. Nun heißt es sortieren und auswählen, Ideen entwickeln und Umsetzungen in der Radierung und im Aquarell oder der Kreide finden. Mein erster Sommer auf dem Land war üppig und beglückend und meine Neugier auf den Winter und die Kahlheit und Stille der Landschaft ist groß.
Was für eine Chance, sich so hautnah von der Natur inspirieren zu lassen und von ihr zu lernen; das Aufblühen und das Sich-zurückziehen; das Fließen und das Stillstehen, das Warme und das Kalte…
Wir werden sehen was kommt; ich halte Sie auf dem Laufenden…

Wasser – fließend und in Wellen

Wasser – fließend und in Wellen

Zwei Arbeiten, die in einer ganz bestimmten und reduzierten Vorgehensweise entstanden sind; jeweils in zwei Stunden; so wie es im neuen Kurs von den Teilnehmern einmal durchgeführt werden kann. Es führen bekanntlich viele Wege nach Rom; so führen auch viele Wege zu einem Bild. Aber da es ja im nächsten Semester um das Malen von Wasser geht, macht es vielleicht Sinn die eine oder andere Vorgehensweise dafür gezeigt zu bekommen; unabhängig ob sie dann für den Einzelnen die “richtige” ist.

Wie ich im letzten Beitrag sagte: Wasser ist nicht gleich Wasser; da ist der Bach, ein stiller See, ein reißender oder fast ausgetrockneter Fluss, aufgepeitschtes Meer oder ruhige Tiefe…
So wie auch unsere Lebensumstände und Seelenzustände alle diese Formen von Wasser kennen. Ich freue mich auf diese Arbeit mit allen, die im nächsten Semester dabei sind. Ich freue mich auf unser Zusammenkommen, auf das Austauschen und gemeinsam Ausprobieren, auf die vielen verschiedenen Wasser…
Und bei der Gelegenheit verrate ich etwas Persönliches: aus dem ruhigen, beschaulichen Bach, dem Warten und Schauen, ist plötzlich, und wieder nicht plötzlich ein aufgewühltes Meer geworden: Ich habe meine langersehnte Wohnung auf dem Land gefunden, und wie sollte es anders sein? 100m von der Leine entfernt! Also macht Euch auf was gefaßt…

Mit großer Vorfreude auf unser Experiment Wasser warte ich auf Euch und bereite währenddessen mein neues Heim vor.
Eure/ Ihre Claudia Schmidt