Noch ein Platz frei: Dienstags von 19,30 – 21,30uhr
„Nahes und Fernes“
Sowohl der Farbklang, als auch die Art des Farbauftrags sind Elemente mit denen Nähe und Ferne erzeugt werden. Sich damit zu befassen, kann ein Bildmotiv klarer in seiner „Botschaft“ machen und interessanter im Malprozess. Bald geht es wieder los und ich freue mich auf den regen Austausch und die gegenseitige Inspiration. Falls noch jemand in diesen freien Platz „springen“ möchte, herzlich willkommen.
Nahes und Fernes hat seinen eigenen Reiz und sein eigenes Gesicht… Und auch ohne detaillierte Beschäftigung damit ist es letztlich in jedem Bild mehr oder weniger vorhanden. Um bei uns mit zu machen, braucht es keine Vorkenntnisse und Vorerfahrungen. Jede(r) probiert sich aus wie es gerade möglich ist. Gerne unterstütze ich Sie dabei mit meiner Erfahrung und meinem Wissen.
Dinge, Farben, Strukturen sorgen in einem Bild für das Erleben von etwas Nahem oder etwas Fernem. Darum wird es im nächsten Halbjahr gehen. Welche Farben treten nach vorne, welche zurück? Wie lassen sich Strukturen oder ein Duktus erstellen, der die Fläche nach vorne holt und welche Aufträge gehen zurück? Im Bild dem Betrachter vorzugeben, was er dicht bei sich sehen soll und was im Hintergrund zurück tritt, erfordert das Wissen um Raumperspektive. So können Inhalte im Bild entstehen, die durch die Komposition geschaffen werden. Geschichten, Zustände, Informationen von der/ dem Schaffenden des Bildes an den/ die BetrachterIn. Elemente wie Erde und Feuer können nah sein; Luft und Wasser fern. Lässt sich das umdrehen? Wenn ja – wie? Mit diesen Fragen und Erlebnissen werden sich die TeilnehmerInnen in den Arbeiten der nächsten Kurszeit beschäftigen. Dabei bleibt es, wie immer, jeder/m selbst überlassen wie tief er/ sie in diese Thematik eintaucht oder sie nur peripher berührt, während eine eigene Bildidee umgesetzt wird. Ebenso lässt diese Fragestellung das Sujet offen. Mit welcherlei Motiv (Landschaft, Figur, Stilleben, abstrakt) das Experiment „Nahes und Fernes“ statt findet, bleibt ebenso jedem/r selbst überlassen.
Die Übungen zu dieser Thematik können auf alten, „ungeliebten“ Arbeiten entstehen. Das gibt einen zusätzlichen Reiz im Malprozess und eine zusätzliche Komponente in Bezug auf die Sichtbarkeit der Flächen auf dem Bildträger.
Eine schöne Herausforderung für alle, die Lust haben, egal mit welcher Vorkenntnis, sich auf derlei Abenteuer einzulassen.
Der Frühling kommt und mit ihm neue Farbe und neues Leben! Ich freue mich darauf.
Die Kurse starten mit einer Übung, in der ein Grundton jeweils mit Gelb, mit Weiß und mit Pale Terracotta stufenweise aufgehellt wird. So schaffen die TeilnehmerInnen sich die Erfahrung, wie sie in ihrer Bildidee an der einen oder anderen Stelle in die Helligkeit kommen, ohne den Grundton vollständig zu verlassen. Ebenso ist es spannend, zu erleben, wie unterschiedlich die Helligkeit des Grundtones wird, abhängig davon, mit welchem der drei Töne die Farbe aufgehellt wurde. Danach wird eine Übung angeboten in der Flächen des Motives mit Ölkreide (ebenso der helle Part aus Gelb, Weiß und/ oder Terracotta) unterlegt werden, um die darauf gemalte Acrylfarbe entweder (opak) abzukratzen oder (Lasur) abperlen zu lassen. Aber, Schluss mit Theorie; Hört sich komplizierter an als es dann in der Praxis ist. Ich wollte nur schon mal ein bisschen Neugierde wecken.
Motivideen können schon mit gebracht werden, müssen aber nicht. Die Anregungen entstehen meistens im Miteinander und im Vortasten mit Hilfe der Übungen.
Nach einer Vielzahl von persönlichen Sichtweisen auf den Thiersee (meine Urlaubswoche in Österreich) habe ich nun, zum Finale hin ein Bild geschaffen, dass Tatsächlich den Lichtblick (im Unwetter?) erkennen lässt. Ein bisschen „Königin der Löwen“?, ein bisschen Ruhe, trotz alledem? und, mir sehr wichtig: auch die Dunkelheit ist nicht nur ein schwarzes Nichts. Auch dort geht die Landschaft weiter, zeigen sich dunklere und hellere Dunkelheiten. Den Lichtblick erkennen und darstellen zu können, bedeutet auch die Dunkelheit zu entschlüsseln und in ihrer Differenziertheit wieder zu geben.
Aber alles geht auch leichter, weniger anstrengend, überraschend und experimentell. Jede(r) auf ihre/ seine Weise. Nichts muss. Alles darf. Das Abenteuer ist nicht die Darstellung eines bestimmten Motives, sondern die Überraschung, die Farben ins Helle oder ins Dunkle zu bringen.
Dienstags, von 19,30 – 21,30 Uhr ist noch ein Platz frei!
Den Blick auf etwas zu richten kann verschiedenen Interessen folgen. Ein Motiv zu wählen kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Ebenso ist auch eine gestalterische Umsetzung ein und desselben Motives geprägt von dem Vorhaben oder der Intuition der/ des Schaffenden. Nach LICHT- blicken zu suchen kann EINE Absicht sein. Ebenso lässt sich ein Motiv aber auch erst mal in seiner Komposition, in seiner Form oder in seiner Farbgebung ergründen. Alle Sichtweisen haben ihre Notwendigkeit und ihren Sinn. Um die verschiedensten „Drauf-Blicke“ geht es in diesem Semester. Vielleicht macht es in diesem Zusammenhang auch Sinn, einmal die verschiedensten Materialien und Techniken dafür auszuprobieren.
Egal, ob Sie Erfahrung darin haben oder einfach mal NEUE Erfahrungen machen wollen. Sie sind hier herzlich willkommen. Ich freue mich auf Sie/ euch Claudia Schmidt
Nach den Zwischentönen zu suchen, bedeutet nicht, dass es nicht auch klare, laute Töne geben darf. In diesem Halbjahr geht es um ein Erforschen der Stimmung im Bild. Es geht um das Beeinflussen der Bildatmosphäre. Welchen Ton brauche ich, um mein Bild in die Aussage zu bringen, die ich in ihm haben möchte? Welche Töne braucht es daneben? Und manchmal wird es nicht gewußt, nicht gedacht, sondern einfach, „sich entstehen lassen“, „sich finden lassen“… sich überraschen lassen…
Was kann das bedeuten? Ich möchte ein wenig zurückrudern von meinem Einfordern des Zeichnens. Es gibt viele Wege, sich einem Motiv, einer Idee anzunähern. Für mich ist das Zeichnen entspannend. Es gibt mir in kleinen Formaten die Möglichkeit, ohne viel Materialaufwand, mich an Formen und Kompositionen heranzutasten. Oder, in einer Skizze, kann ich den Stift einfach erst mal laufen und suchen lassen, um herauszufinden was ich da meine zu sehen. Ich kann kritzeln oder Umrandungen finden. Ich kann mich auf Helligkeit und Dunkelheit konzentrieren oder Strukturen erfassen. Aber, wie gesagt, wir haben alle unsere eigene Geschichte und so schreiben wir sie auch in unserer Vorgehensweise mit Farbe und Linie. Und am Wichtigsten ist mir, euch/ Sie in EURER/ IHRER „Geschichte“ zu begleiten. Mein Vorschlag bleibt weiterhin, so viele verschiedene Herangehensweisen wie möglich für eine Bildidee auszuprobieren. Ich nenne es „Projekt“. Ob es dann Zeichnungen, kleine Farbskizzen oder Materialstudien sind, bleibt individuell zu klären. Es geht um den Wechsel von üben und steuern auf der einen Seite und spielen und laufen lassen auf der anderen.
Neben diesen individuellen Prozessen möchte ich in dem Semester dennoch hier und da ein paar gemeinsame „Übungen, Spielereien, Experimente“ bezüglich des Zeichnens einfließen lassen. Das kann helfen, ein wenig den „Respekt“ vor der Linie zu verlieren und mehr Freude daran zu haben. Das Gleiche gilt natürlich auch für den Umgang mit der Farbe. Expressiv bedeutet irgendwie ja auch, dem Eigenen zu vertrauen, weg zu kommen von unserem gewohnten „Kritikerblick“. Ich würde sagen, das Eine tun, das Andere nicht lassen. Meine Kohlearbeit und die Acryllasur (siehe oben) sind große Formate. Da habe ich natürlich, neben dem Laufen lassen auch sehr bewußt gesteuert wo es mehr Dunkelheit, oder mehr Buntheit, oder mehr Klarheit braucht. Gerne begleite ich euch auch dieses Semester wieder in die eine oder andere große Arbeit.
In dem Sinne, noch weiter viel Inspiration, viel Auftanken und auch mal die Seele baumeln lassen (ob die Faultiere wohl deswegen so an den Bäumen hängen???) Und dann freu ich mich auf alle, die wieder oder neu dabei sind… Ihre/ Eure Claudia Schmidt
Da stehen sie und warten geduldig auf grosse Formate und neue Ideen. Wunderbare Acrylpapiere sind eingetroffen und Farben ohne Ende. Der Countdown läuft und wer sich noch anmelden möchte darf das gerne tun. Die Kurse laufen über 4 Monate (Kosten pro Monat 85€) und befassen sich im nächsten Halbjahr mit grossen Formaten in denen möglichst die Techniken Acryl, Kreide, Buntstift enthalten sein sollen. Aber, wie immer, sind das nur Vorschläge, Anregungen… Das Wichtigste ist, dass es Freude macht, dass es uns weiter bringt und wir mit unserer schöpferischen Kraft in Verbindung kommen.