Im Zwischenraum

 

Eine große weiße Fläche; …wo auf ihr wird der Zwischenraum entstehen? Das erste Mal nach vielen Wochen nehme ich mir den Raum, um ein offenes Feld sich vor meinen Augen füllen zu lassen. Mit weißer Ölkreide lege ich den Raum fest, der Zwischenraum sein soll. Ich gieße die blaue Farbe auf das Papier und schaue zu, wie die Ölkreide ihr Feld behauptet. Die blaue Farbe weicht zurück, sucht sich ihren Raum daneben, respektiert den Raum der Ölkreide. Mit bloßen Händen schiebe ich die Farbe über das Blatt. Ich sprühe Wasser und lasse die Farbe laufen. Ich bin Zuschauerin und Macherin zugleich. Landschaft und Wasser, Pflanze und Seele, fragiles und zugleich selbstgewisses Geschehen. Es ist ein Prozess voller Ruhe und Neugier. Es ist mein Raum zwischen den Welten. Er verändert sich noch immer… und ich bin in ihm. Kostbares Niemandsland, voller guter Absicht und dabei ohne Ziel.

2 thoughts on “Im Zwischenraum

    • Hallo Gaby… da machen wir was draus! Irgendein Ziel erreichen wir ja immer. Und Spaß soll es machen…

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