Auf dem Land malen und zeichnen 16. – 18. September

Raus auf`s Land; andere Farben sehen, weniger Bewegung erfahren, Pflanzen riechen, Teil – haben und dann zeichnen oder malen, sich austauschen oder zurück ziehen, aber nicht alleine sein.
Das alles bietet so ein Wochenende mit Gleichgesinnten.


In der letzten Zeit bin ich nur noch mit einem Bleistift, einem Skizzenbuch und einem Stühlchen nach draußen gegangen. Ich wollte keine gestalterischen Experimente ausprobieren, sondern ganz schlicht und zuschauend die Formen und Linien auf mein Papier holen, die ich zu sehen schien. Ein Baumstamm mit seinen Verästelungen, tanzende Blätter, Strukturen aus gewachsenen Zeiten. Kurze Fragen, die durch den Kopf blitzen: wie alt bist du? Seit wann stehst du hier? Was hast du erfahren? Sie brauchen keine Antwort. Sie streifen einfach durch mein Denken während ich die Linien der Borke ziehe.
Stammbewußtsein entsteht. Ich bin ein Stamm, fühle ich den Bruchteil einer Sekunde und zeichne ruhig weiter… Dann wechsle ich, ohne mit dem Stamm fertig zu sein, und ziehe einen Horizont weil ich möchte, dass der Baum einen Raum bekommt, und NachbarInnen und Boden. Plötzlich ahne ich die Wurzeln. Ich sitze auf ihnen; freue mich; zeichne weiter, Blätterkritzel, schaue nach dem Hell-dunkel das sich bildet weil eine Gruppe Blätter Schatten wirft auf die Gruppe daneben. Ich sehe Lücken, Licht, Himmel in der Krone.
Wie schön, das Blätterdach hat Öffnungen nach oben, Luft nach oben, noch mehr Möglichkeiten…

Ich möchte Sie/ Euch einladen zu ähnlichen Erlebnissen, zu neuen Bildern, die uns freuen, weil sie aus dem Dort-Sitzen und Schauen und Lauschen und Warten entstanden sind.
Still-sein hat für mich mit STILLEN zu tun, genährt werden, empfangen, beschenkt werden. Dann wird das Bild nicht in erster Linie „mein Beitrag“, meine Arbeit, sondern die Dokumentation der Zeit, die ich dort mit dem Baum, dem Weg, der Landschaft verbracht habe. Das Bild ist ein Geschenk an MICH.

Ich möchte Sie/ Dich darin unterstützen; möchte aber auch zeigen, wie es sich mit dem Bleistift, dem Buntstift, dem Aquarell, der Kreide oder Kohle arbeiten läßt.

Die Anreise kann am Freitagabend statt finden.
Quartiere erfragen Sie/ Du unter

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